Löwenherz

Es fröstelt. Die Wärme dringt nicht ins Innere vor und eine leichte Übelkeit strömt aus dem Solarplexus.Gleich heute Morgen, beim aufstehen, war die Trauer bestimmend. Der große Poet und Weltenwanderer Leonard Cohen, ist über den Styz gegangen.

Erschreckend und schockierend waren manch Nachrichten, die ich über FB zu lesen bekam. Die Verschwörungstheoretiker wieder, in scheußlichster Hetze

Halleluhja, von dem Juden Cohen geschrieben, ist das gefährlichste Liedwerk aus Satans Feder

Es applaudieren die üblichen Verdächtigen, die selbsternannten Druidenführer, die germanischen Blender,einige pädophile Rentner und natürlich die standortlose Anhängerschaft der unwirklichen Interneterleuchteten.

Aller Muse befreit, die Sang und Klanglosen, werfen ihren Dreck auf diesen Menschen, der die Tiefen ausgeleuchtet hat und in singenden Rhythmus transformierte.

Für mich persönlich ist es Scham, die sich aus meinem Innersten den Weg bahnt.

Die Worte, die ich auf der Mahnwache in Berlin sprach, die über die Herzintelligenz handelte, all dies Gewesene ,ist nun kaputt gegangen. Das ist der Mob, der ohne richtig hinzuschauen, applaudiert. Da könnte man auch über Kühlschrankleuchten sprechen..

Jetzt ist die Zeit reif

,für die Trennung aller beklemmenden Einflüße. Und wenn der auslösende Faktor ein alt bekanntes Gesicht zeigt. Jetzt ist die Zeit reif,  Widerstand zu zeigen, bis sich der Fluß zur Mitte geordnet hat. Großzügigkeit aus innerer Schwäche erkennen und den eigenen Willen zu mehr Klarsicht formen.

Jetzt friere ich noch, wünsche mir auf der Sonneninsel , fern von den Menschen.

Doch das Löwenherz ist ein feiner,kluger und mitfühlender Held. Die Gesänge, die Worte und die Bilder sollten weiter frei ihren Weg zu den Herzen bahnen, die fein, mitfühlend, in Liebe getauft sind.

Halleluhja

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht von SunGoArt

Astrologin, Essenzherstellerin , Künstlerin, Dozentin, Piratenfürstin

3 Kommentare zu „Löwenherz

  1. Wir waren noch mehr oder weniger Kinder, mein Bruder 13 ich 15, er hatte wohl das erste mal sein jugendliches Herz für ein Mädchen entdeckt und spielte Tagelang „Suzanne“ hoch und runter. Wir hatten ein gemeinsames Zimmer im Haus der Eltern, o man, hat mich das Gedudele damals abgenervt. Ich stand auf Progressiv Rock und rümpfte über Cohen’s nasal-monotonen, melancholischen Gesang die Nase. Erst zirka zwanzig Jahre später entdeckte ich meine eigene Liebe zu Leonhard Cohen und seinen Texten, die immer noch anhält. Danke für deine Zeilen, und liebe Grüße, Arkis.

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